Projekte / Blocksanierung Triesterstrasse

Städtebauliche Analyse

Sanierungsmaßnahmen der Wohngebäude und Maßnahmen im öffentlichen Raum würden zu einer maßgeblichen Aufwertung des Gebietes führen. Blockinnenhöfe können durch Entsiegelungs- und Entkernungsmaßnahmen zu attraktiven, ruhigen Erholungsflächen im Stadtgebiet werden. Gezielte Abbrüche in Verbindung mit Aufstockungen und Dachgeschossausbauten könnten ohne Nutzflächenverluste umgesetzt werden.

Konzept

Durch eine Reihe von Maßnahmen im öffentlichen Raum soll das Planungsgebiet zusätzlich zu den Sanierungsmaßnahmen an den Wohngebäuden entscheidend aufgewertet werden. Die Erdgeschoßzonen werden attraktiver für die Nutzung durch Geschäfte und Lokale, sowie durch aufgewertete Straßen- und Platzräume. 

Kreuzung Quellenstraße / Knöllgasse
Der Platzbereich ist derzeit eine begrünte Insel und kaum nutzbar. Vorgeschlagen wird die Straße in die Platzfläche zu integrieren, um den „Inselcharakter“ aufzulösen. Durch eine gestaltete Pflasterung wird der Raum hervorgehoben. Um dem Platz baulich einzufassen, sollen die beiden Gebäude miteinander verbunden werden. 

Kreuzung Triesterstraße / Davidgasse
Der Park im Kreuzungsbereich wird durch die Barrierewirkung der Triester Straße von der Wohnbebauung abgeschnitten. Diese Barriere könnte durch eine zusammenhängende Gestaltung durchbrochen werden, somit würde eine optische Verbindung zwischen Park und Wohngebiet auf der anderen Straßenseite geschaffen. Der Vorbereich zum Park sollte attraktiver und auffälliger gestaltet werden. An der Ecke wird einen Neubau vorgeschlagen, der den Block schließt und den Innenbereich vor Verkehrslärm schützt. Die Liegenschaften Triester Straße 27 und 29 sollten aufgestockt werden. Mit diesen Baumaßnahmen könnte eine Überbrückung der Triester Straße realisiert werden.  

Triester Straße
Derzeit ist der Gehsteig auf der Seite des Bearbeitungsgebietes schmal und liegt unmittelbar neben der Fahrbahn, während auf der gegenüber liegenden Seite ein sehr breiter Gehsteig vorhanden ist. Zusätzlich gibt es eine Verkehrsinsel zwischen den Richtungsfahrbahnen. Der Radweg könnte hier auf die andere Straßenseite verlegt werden, sowie der Gehsteig samt Grünstreifen neben der Mauer und dem Park minimiert werden. Die Verkehrsinsel könnte weggenommen und die dadurch gewonnene Fläche zur Gänze an der Seite neben der Wohnbebauung angeordnet werden. Der Radweg sollte der ganzen Triesterstraße entlang geführt werden und es sollte zwischen Radweg und Fahrbahn eine Parkspur mit Bauminseln angelegen werden. Diese würde gleichzeitig als Sicht- und Schallschutz funktionieren. Durch diese Maßnahmen wäre der Gehsteig neben den Wohn- und Geschäftshäusern wesentlich besser für Fußgänger benutzbar.

Verkehrsberuhigung von Querstraßen / Sackgassen
Drei Querstraßen, die nicht als Durchzugsstraßen dienen, wurden ausgewählt und eine Verkehrsberuhigung vorgeschlagen. Dadurch wird der Verkehr von- oder zur Triester Straße aus den betroffenen Gassen eliminiert. Durch das weiterziehen des Gehsteiges entsteht ein größerer Bereich für Fußgänger. 

Liegenschaftsübergreifende Massnahmen

Überdachung Spitz
Der Anfang der Triester Straße wirkt durch die zersiedelte Bebauung undefiniert. Die einzelnen Gebäude stehen zusammenhangslos nebeneinander. Es wird ein überdachendes Element vorgeschlagen, um diesen Bereich als Einheit zusammenzufassen und für die Fußgänger mehr Sicherheit zu schaffen.

Hofbebauung und Versiegelung
Dicht verbauten Höfe und versiegelte Freiflächen stellen ein Problem im gesamten Gebiet dar. Ein Mangel an privaten und halböffentlichen Grünflächen für die Wohnbevölkerung ist die Folge. Die Blockinnenhöfe können durch Entsiegelungs- und Entkernungsmaßnahmen zu attraktiven, ruhigen Erholungsflächen im Stadtgebiet werden. 

Hofentkernung
Die dichte Bebauung ist typisch für den gründerzeitlichen Baublock. Dadurch entstehen sehr enge, unattraktive Innenhöfe mit ausgesprochen schlechten Belichtungsverhältnissen. Ziel der Blocksanierung ist daher durch Entkernungsmaßnahmen in den Innenhöfen für attraktivere Höfe und vor allem für bessere Lichtverhältnisse zu sorgen. Maßnahmen vom Totalabbruch bis zum Abbruch von einzelnen Stockwerken in Verbindung mit Dachbegrünungen wären zielführend. Abbrüche in Verbindung mit Aufstockungen und Dachgeschossausbauten auf der Straßenseite, gleichen eventuelle Nutzflächenverluste aus, Substandard Wohnungen werden durch hochwertige Terrassenwohnungen ersetzt, wodurch die Qualität der betroffenen Immobilien erheblich steigt. 

Überplattung / Begrünung im Innenhof
Teile der Höfe werden derzeit betrieblich genutzt. Um die damit verbundene Lärmbelästigung zu reduzieren und eine optisch ansprechende Gestaltung zu erreichen, schlagen wir eine Überdachung und Begrünung dieser Teilbereiche vor. Dadurch entstehen terrassenförmige Freiflächen welche als Dachterrassen zu den Wohnungen zugeordnet werden können. Die Flächen werden untereinander verbunden und machen den Hof zu einer attraktiven Nutzfläche.

Auftraggeber Wohnfonds Wien
Adresse

1100 Wien, Triesterstraße, begrenzt von Knöllgasse, Gudrunstraße, Gußriegelstraße, Zur Spinnerin

Einheiten 72 Liegenschaften
Projektstatus abgeschlossen

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