Projekte / Schuchardstrasse

Wettbewerb

Die Anlage besteht aus einem dreigeschossigen Gebäude mit Laubengangerschließung und einer Atriumhaussiedlung. Das Gebäude bietet einen effektiven Lärmschutz. Die Wohnungen orientieren sich zur ruhigen Seite nach Süden und Osten hin. Dahinter liegt eine Struktur aus kleinen, zweigeschossigen Gebäuden mit individuell nutzbaren Gärten. Ein zentraler, halböffentlicher Platz mit Kinderspielmöglichkeiten und einem angrenzenden Gemeinschaftsraum verbindet die Elemente.

Städtebauliche Aspekte

Ausgangspunkte für die Anordnung des Baukörpers:

1. Die Lage des Bauplatzes in Nachbarschaft eines sehr großen Supermarktes mit Parkplatz und Lagerfläche vis a vis des Bearbeitungsgebietes.
2. Lärmbelastung durch die Brünner Straße aus nördlicher Richtung.
3. Ein unattraktives Betriebsgebäude auf der westlichen Nachbarliegenschaft.
4. Kleinteilige Strukturen mit Wohnnutzung in der Schuchardstraße und Gleichsaustraße.
5. Die Lage des Bauplatzes am Rande des Stadtgebietes

Als Reaktion auf die ungünstigen Parameter im Norden und Westen des Grundstückes ist ein dreigeschossiges Gebäude mit Laubengangerschließung entstanden. Die Wohnungen in diesem Gebäude orientieren sich zur ruhigen Seite nach Süden und Osten. Das Gebäude selbst bietet einen effektiven Lärmschutz und eine Abgrenzung zum Gewerbegebiet für den gesamten Bauplatz. Die kleinteilige, fast dörfliche Struktur im Süden und Westen des Bearbeitungsgebietes hingegen wird mit einer Struktur aus kleinen, zweigeschossigen Gebäuden auf dem Rest der Liegenschaft aufgenommen. Um die gewünschte Nutzflächenvorgabe zu erfüllen und gleichzeitig hochwertige Wohnungen mit starkem Grünraumbezug anbieten zu können, sind die Wohnungen zum Großteil als Atriumhäuser geplant. Die vorhandene, bzw. geplante, Straßenstruktur wird in der Atriumhausanlage in Form eines Fußwegenetzes aufgenommen. In Verbindung zu diesem Fußwegenetz steht ein zentraler halböffentlicher Platz mit Kinderspielmöglichkeiten und einem angrenzenden Gemeinschaftsraum.

Gebäudetypologie

Die Lage des Grundstücks am Rande des Stadtgebietes, in der Nähe von ausgedehnten Freiflächen ist vor allem für Menschen attraktiv, die mit einem starken Freiraumbezug leben möchten. Um in einer relativ dichten Struktur individuell nutzbare Gärten anbieten zu können, wurde eine Atriumhaussiedlung projektiert. Sowohl in dem dreigeschossigen Gebäude als auch in den zweigeschossigen Häusern werden attraktive Atriumwohnungen angeboten. Die gegenseitige Einsicht in die Freibereiche wird dadurch minimiert und es entstehen Bereiche mit besonders hoher Aufenthaltsqualität.

Atriumhäuser: Die niedrigeren Gebäude sind in einer durchdachten Struktur miteinander verwoben, die es gestattet jeweils ein Erdgeschoss mit einem gegenüber liegenden Obergeschoss zu einem Atriumhaus mit privatem Garten zu verknüpfen. An den Enden dieser Struktur entstehen jeweils kleinere eingeschossige Einheiten, die entweder als Garten- oder als Terrassenwohnungen geplant werden. Der dreigeschossige Bauteil: Das höhere Gebäude an der Nordwestseite des Grundstückes wird über Laubengänge erschlossen. Mehrere Wohnungen im 1. und 2. OG werden als Atriumwohnungen mit zusätzlicher Dachterrasse geplant. Alle anderen Wohnungen verfügen über Loggien, Terrassen oder Eigengärten.

Grün- und Freiraum

Neben den individuellen Freiräumen und Atriumgärten bietet die Anlage auch gemeinschaftlich nutzbare Freibereiche an. Die Gemeinschaftsbereiche bilden eine essentielle Ergänzung zu den introvertierten Atriumwohnungen und ermöglichen gemeinsame Aktivitäten und Kommunikation für die Bewohner.

Wichtige Freiraumelemente
Das Wegenetz: Das Fußwegenetz ist frei von PKW Verkehr und eignet sich daher als Spielbereich für Kinder und Kommunikationszone für Erwachsene. Durch die hauptsächliche Orientierung der Atriumhäuser nach innen werden Konflikte verhindert, die durch Lärmentwicklung bei der intensiven Nutzung des Wegenetzes entstehen könnten.

Der zentrale Platz: Als Ergänzung zum Fußwegenetz wird in der Mitte der Anlage ein gemeinschaftlicher Platzbereich geschaffen. Hier gibt es die Möglichkeit Kinderspielgeräte und Sitzgelegenheiten anzuordnen. Durch eine differenzierte Bepflanzung wird die Aufenthaltsqualität gesteigert und es werden beschattete Bereiche geschaffen. In direkter Verbindung zum Platzbereich steht ein großzügiger Gemeinschaftsraum, der im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes untergebracht ist.

Auftraggeber Wiener gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft.m.b.H
Adresse

1210 Wien, Marinonigasse, Schuchardstraße

Nutzfläche 4.260 m2
Einheiten 48 Wohnungen
Projektstatus abgeschlossen

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